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                                  Hohenbergerin in der Hall of Fame                                    Hohenberger am Mt. Everest       





Am 28. Mai 1998 stand Heinz Rockenbauer als erster Niederösterreicher am Gipfel vom Mount Everest. Er ist übrigens ein Hohenberger (auf den wir sehr stolz sind).

Die Schülerinnen Sonja Höfinger und Anita Rockenbauer (damals beide 4. Klasse) haben ihn interviewt

* Haben Sie Kinder?

1 Sohn (29).

* Was sind Ihre Hobbys?

In früheren Zeiten Schi fahren, dann Langlaufen und in letzter Zeit.

* War das Bergsteigen schon immer Ihr Hobby?

Anfangs zwangsläufig wegen der Verwandtschaft und dann fand ich viel Gefallen daran.

* Von welcher Seite haben Sie den Mount Everest bestiegen?

Von der Nordseite, von Tibet aus.

* Wieviele Leute waren in Ihrer Gruppe und wie viele davon schafften es auf den Gipfel zu kommen?

Wir waren zu viert und auf den Gipfel bin ich alleine gegangen.

* Wie lange brauchten sie vom Fuße bis zum Gipfel?

5 Tage.

* Wie viele Versuche unternahmen Sie, um den Berg zu bewältigen?

Insgesamt drei. Das erste Mal musste ich 400 m vor dem Gipfel umdrehen, das zweite Mal war das Wetter für eine Gipfelbesteigung zu schlecht. Beim dritten Versuch schaffte ich es.

* Wie haben Sie sich ausgeruht?

Durch den Sauerstoffmangel kann man relativ gut schlafen, vorausgesetzt man hat gute Schlafsäcke.

* Welche Ausrüstung benötigt man denn überhaupt für eine solche Expedition?

Man benötigt sehr gutes Gewand, sehr warme Schuhe, viele Daunensachen, 2 bis 3 Zelte und 3 bis 4 Schlafsäcke.

* Wie war das Gefühl, als Sie am Gipfel angekommen sind?

Das meiste vergisst man eigentlich durch den Sauerstoffmangel, aber so ein wirkliches Glücksgefühl hat man nicht, denn man hat wieder den Abstieg vor sich und man ist sehr erschöpft. Man ist nur mehr froh, dass man so schnell wie möglich wieder vom Berg wegkommt.

* Wie gefährlich ist so eine Expedition auch für gut Durchtrainierte?

Das ist sehr schwer zu beantworten. Beim Besteigen hoher Berge lassen immer wieder sehr viele ihr Leben. Aber wenn man vernünftig dabei ist, ist es so lange ungefährlich, solange das Wetter mitspielt.

* War die Expedition sehr teuer?

Eine Expedition kostete ca. 100.000 Schilling. Jetzt bezahlt man schon fast 400.000 Schilling.

* Wissen Sie, wie viele Österreicher den Berg schon bezwungen haben?

Bis jetzt 9 Österreicher.

* Haben Sie noch einmal vor, einen Anstieg auf den Mount Everest zu wagen?

Würde es mir irgendwer finanzieren: Ja.

* Welche höheren und bekannten Berge haben sie noch erklommen?

Ich war 1996 am Ju Ju, der hat 8201 m und einige Sechs- und Siebentausender.

* Hat man vor dem Aufstieg Hintergedanken, dass etwas passieren könnte?

Eigentlich nicht. Wir haben ein sehr schönes Wetter gehabt, aber wenn das Wetter umschlägt, sobald man oben ist, hat man keine Chance.

* Wann ist die beste Jahreszeit für einen Aufstieg?

Mann muss anfangs April im Land sein und in den 3 Basislagern in den verschiedenen Höhen, alles auf den Aufstieg vorbereiten und sich akklimatisieren, damit man ca. um den 20. Mai eine Gipfelbesteigung vornehmen kann.

* Wie viele Versuche brauchten Sie vom letzten Lager um den Gipfel zu erreichen?

Ich kam gleich beim ersten Versuch auf den Gipfel. Aber man muss sich das so vorstellen: Es gibt ein Basislager, wo auch einer mit ist, der kocht, und dort lässt man das ganze Material. Leute, die mehr Geld haben, können sich auch einen Sherpa leisten. Vom Basislager arbeitet man sich langsam auf den Berg. Man bringt Material ins erste Lager, baut es auf und geht gleich wieder ins Basislager zurück, um sich dort wieder auszuruhen. Ca. genauso verfährt man bei Lager 2 und 3. Vor der direkten Gipfelbesteigung ruht man sich zirka eine Woche im Basislager aus, dieses liegt etwa auf 6.000 m. Dann geht es mit Übernachtungspausen weiter in Lager 1, 2 und 3. Vom Lager 3 macht man eine direkte Besteigung auf den Gipfel. Vom Gipfel geht man gleich wieder ins 2. Lager zurück, denn eine 2. Nacht im Lager 3 wäre tödlich.

* Danke für das Interview